Funktionelle, spartanisch eingerichtete Wohneinheiten.
1. Kokainpsychose
„Manche Menschen geraten durch Kokain in einen Zustand, in dem sie überall nach der Substanz suchen. Sie schrauben Dinge auf oder zerlegen Einrichtungen, weil sich das für sie in diesem Moment logisch anfühlt. Von außen wirkt das unverständlich – für die Betroffenen ist es real.“
Aus diesem Grund werden die Wohneinheiten bewusst spartanisch und bedürfnisgerecht eingerichtet. Eine robuste, niet- und nagelfeste Infrastruktur schützt die Bewohner:innen selbst ebenso wie das Gebäude – nicht aus Misstrauen, sondern aus Erfahrung und Fürsorge.“
2. Mitverantwortung
Sucht schränkt Handlungsspielräume ein, hebt sie aber nicht vollständig auf. Dieses Projekt setzt deshalb auf Schutz und Zumutbarkeit.
Die Wohnungen werden bewusst einfach gehalten. Sie gewährleisten Grundversorgung, Sicherheit und Rückzug.
Housing First bedeutet Wohnen ohne Vorbedingungen – nicht Wohnen im Komfortstandard.
Die Ausstattung orientiert sich an Stabilität und Praktikabilität, nicht an Wohnidealen der Mehrheitsgesellschaft.
3. Kosten
Auch die Kosten spielen eine entscheidende Rolle. Dieses Projekt muss politisch und gesellschaftlich mehrheitsfähig sein.
Housing First bedeutet: Wir stellen Wohnraum zur Verfügung. Es bedeutet nicht, dass jede Lebensführung vollständig abgefedert oder begleitet wird.
Für Wohnformen mit Kosten von 3’000 Franken pro Monat und Einheit lässt sich keine tragfähige Mehrheit finden lassen.
Dieses Projekt setzt deshalb bewusst auf einfache, kosteneffiziente Lösungen, die vielen Menschen helfen können – nicht nur wenigen.
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